Mittwoch, 8. September 2010, 13:04 UTC+1

Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden
  • Registrieren

Wohnort: Region Zürich

1

Freitag, 19. März 2010, 17:56

Wieviel Gemeinsamkeit braucht eine Beziehung?

Liebe Kaiserinnen



Es ist mir völlig klar, dass diese Frage nicht einfach so beantwortet werden kann, und trotzdem stelle ich sie.

Seit einem Jahr lebe ich getrennt von meinem Mann, der mich nach 18 Jahren Ehe unerwartet verlassen hat. Mit ihm hatte ich viel Nähe, auch mit unserem Sohn. Jetzt lebe ich alleine und habe seit einem halben Jahr wieder eine Beziehung mit einem geschiedenen Mann. Dieser Mann arbeitet sehr unregelmässig, treibt in seiner Freizeit Sport und braucht auch Zeit für sich. So müssen wir gut planen, um uns überhaupt zu sehen.

Da ich regelmässig arbeite und in meiner Freizeit vor allem die Beziehungen zu meinen Freundinnen pflege, bleibt mir vor allem an den Wochenenden viel Zeit, die ich nun mehr als gewünscht alleine verbringen muss.

Unsere Beziehung ist, so sie denn stattfindet, geprägt von guter Sexualität, teilweise von Erotik. Zusammen wandern wir öfters, aber mein Partner mit Abstrichen, ich mit Mühe.

Auch bei der Ernährung sind wir uns nicht einig, ebewnso beim zusammen Ausgehen, da mein Partner sehr sparsam leben muss und ich recht gut verdiene.

Alles in Allem haben wir es trotzdem gut miteinander, aber ich frage mich in letzter Zeit öfters, ob ich mich damit zufrieden geben soll. ?(

Für mich alleine scheint mir das Leben oft glanzlos, einen Partner zu haben, bedeutet mir viel.

Ich weiss gar nicht, ob ich diese Beziehung beenden soll oder sie als Herausforderung annehmen soll, um mit mir und meinem Leben klar zu kommen.

Über einen Austausch zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen!

Danke für euer teilnehmen an meiner Problematik.



Kleopatra

Wohnort: Wien

2

Freitag, 19. März 2010, 21:27

erfüllung unserer bedürfnisse

liebe kleopatra,

ich kann deine erfahrung bestens nachvollziehen und habe ähnliches erlebt. aber irgendwann habe ich aufgehört die dinge zu "behirnen" und mich in den fluss des lebens gestürzt und es dem himmel überlassen, was er der kaiserin zu bringen gedenkt. ich habe dafür gedankt, was mir der "aktuelle" mann zu geben hatte. punkt!! und parallel die frage dazu gestellt: was brauche ich vielleicht noch? das ist ein ständiger nicht abreißender wunderbarer prozess, vor dem sich niemand und vor allem eine kaiserin nicht zu fürchten braucht oder soll.

und heute ist es ganz einfach: wenn der gute mann an meiner seite nicht alles abdecken kann, ich aber tiefe bedürfnisse habe, dann gibt es zwei möglichkeiten: er wandelt sich ( doch siehe bei donner, wind und berg: der mann wandelt sich, wenn es an der zeit ist, aber nicht wenn unser ego das gerade wünscht) oder der gütige himmel sorgt für die erfüllung unserer wünsche .

und ab diesem moment beginnt ein magischer prozess! ich war 46 als ich nach einer scheidung und 10 jahre sexueller abstinenz einen völligen neustart hingelegt habe. anfangs dachte ich noch wie du: soll ich schluss machen oder nicht, mehr fordern oder nicht, habe mich links und rechts nach allen meinungen zu dem thema umgesehen.

heute bin ich bald 53 und habe nach der erfahrung einer ganz großen liebe auch die der polyamorie gelebt. anfangs mit drei, dann mit fünf, dann mit sieben männern. der himmel hat grandios auf meine bitten reagiert. und ich musste mit mann nummer eins (ich denke hier konkret an deine geschichte) nicht schluss machen. alles hat sich auf unglaubliche weise zusammengefügt.

als ich dabei war auf neun zu erweitern und mir das doch ein bisschen zu anstrengend wurde, lernte ich im modus des totalen loslassens und lässig-seins einen mann kennen, der genauso wie ich gelebt hat und auf einmal waren wir beide uns genug. ohne abmachungen oder regeln, forderungen, ergab es sich ganz natürlich, dass wir uns derzeit treu sind.

nach wie vor gibt es eine verbindung zu meinen ex-männern, es entstanden zum teil sehr berührende freundschaften.

ich entspreche im übrigen keinem irgendwie gearteten schönheitsideal, aber lebe die prinzipien der kaiserin so gut ich kann und bin auch sonst seit meiner kindheit spirituell ausgerichtet. heute weiß ich, dass wir aufgrund von schwingung und resonanz die dinge in unser leben ziehen. ich lebe ohnen fernseher und halte mich bewußt fern von medien, die aus interesse diverser mächtiger lobbies ein anderes bild des lebens transportieren wollen. ich weiß heute, dass ich bis ins hohe alter liebhaber haben werde, wenn ich das wünsche und alles, was ich erlebe seit ich die 50 überschritten habe, wäre für mich noch als 40ig- jährige unvorstellbar gewesen! meine liebhaber heute übertreffen himmelhoch das, was ich mir als attraktive, aber dessen nicht bewußte 30ig-jährige nicht einmal anzudenken getraut hätte.

ich wünsche dir viel mut und freude auf deinem weg. genieße was du bekommst, danke dafür und freue dich auf das was kommt!

leela

Wohnort: Region Zürich

3

Dienstag, 30. März 2010, 17:50

Hallo Leela



Vielen Dank für deine Ausführungen.

Ich habe dir ein privates Mail geschickt.



Liebe Grüsse

Kleopatra

Klara

unregistriert

4

Dienstag, 6. Juli 2010, 11:40

@ Kleopatra: Ich kann deine Sorgen auch sehr gut verstehen und mich würde jetzt, da der Beitrag doch schon eine Weile her ist, interessieren wie es in deinem Leben weiter gegangen ist. Hast du dich getrennt? Für welche Lösung hast du dich entschieden?

Zum Thema Beziehungen möchte ich noch folgendes sagen: Ich finde man muss nicht alles mit einem Partner teilen. Ich finde es nicht schlimm wenn beide auch noch unterschiedliche Hobbies haben. Das ganze sollte aber nicht aus dem Ruder laufen, sodass die gemeinsame Zeit fast gar nicht mehr vorhanden. Eine gesunde Mischung aus gemeinsamen und getrennten Unternehmungen sollte es sein (zumindest ich sehe das so). ( Werbelink gelöscht ) spielt meiner Meinung nach eine wichtige Rolle. Eine Beziehung sollte einfach auf alle Ebenen für beide Partner passen. Sobald man sich die Frage stellt ob man selbst Abstriche machen soll, damit die Beziehung passt finde ich ist schon etwas gehörig schief. Vielleicht ist dann eine Trennung gar nicht das schlechteste. Möchte am Schluss noch sagen, dass sich diese Ausführungen nur auf mich beziehen und es sicherlich nicht bei jedem so sein muss.

Wohnort: Region Zürich

5

Mittwoch, 21. Juli 2010, 07:37

Hallo Klara



Zwischenzeitlich hat sich unsere Beziehung weiterentwickelt und weil ich es gewagt habe, meine Bedürfnisse ganz klar zu kommunizieren, bin ich meinen Vorstellungen von einer Beziehung näher gekommen :). Momentan sehen wir uns etwas öfter, aber immer noch unregelmässig (1-2 Mal pro Woche), was für mich passt. Ich kann mein Leben immer noch bestens selbst bestimmen, fühle mich aber aufgehoben.Diesen Weg werde ich weiter verfolgen. Ein Fernziel von mir ist es, mit (m)einem Partner zusammen zu wohnen, aber das ist noch kein Thema.



Welche Erfahrungen machst du diesbezüglich?



Ich wünsche dir erholsame Sonnentage!

Kleopatra

Ähnliche Themen

Thema bewerten